Hier folgen Tipps für Mitarbeiter, die - täglich in Newsletter o.ä. eingebaut - helfen können, das Bewusstsein für sicheres Handeln und Arbeiten zu steigern.
Ein in jeder Abteilung vorhandenes und aktuelles Sicherheitshandbuch (Notfallplan/Krisenmanagement) hilft bei der Notfall-Organisation. Dadurch können auch weniger versierte Mitarbeiter bei Vorfällen sinnvolle Maßnahmen ergreifen.
Regelmaäßige Trainings sind unerlässlich.


  1. Brandschutz
    Brandschutztüren darf ich nicht blockieren. Sie dienen auch nicht als Garderobe. Feuerlöscher und andere Schutzeinrichtungen halte ich ebenfalls frei zugänglich. Fallen mir Beschädigungen auf, melde ich das dem Sicherheitsverantwortlichen unter Tel. _______ und verhalte mich stets so, dass ich weder mich noch andere gefährde.

  2. Meldung bei Vorkommnissen
    Egal was vorfällt, mein Abteilungsleiter ist ein guter Ansprechpartner. Ansonsten ist der Sicherheitsverantwortliche unter Tel. ____ oder Mobil _________________ ebenfalls immer erreichbar.

  3. Fluchtwege kennen
    Ein Gebäude kann ich nur schnell verlassen, wenn mir die Fluchtwege bekannt sind. Mein Abteilungsleiter weist mich ein, bei Unklarheiten frage ich im eigenen Interesse nach und sorge dafür, dass die Fluchtwege stets frei sind.

  4. Wo sind meine Rettungsmittel
    In meinem Arbeitsbereich kenne ich die Hilfsmittel wie Erste-Hilfe-Kästen, Notausgänge, Feuerlöscher, Löschdecke, Schutzbrillen, Sicherheits-Datenblätter etc.
    Im Sicherheitshandbuch sollen unter „Abteilung“ die wichtigen Informationen abgelegt werden.

  5. Ascheentsorgung
    Asche aus Aschenbechern, Feuerstellen, Feuerkörben oder Kaminen wird NUR in  metallenen Aschentonnen/-behältern mit Deckel entsorgt. Anderer Müll DARF NICHT darin entsorgt werden.
    Fahrlässiges/Vorsätzliches Zuwiderhandeln gefährdet uns alle und zieht Konsequenzen nach sich.

  6. Aufgaben im Evakuierungsfall
    Abteilungsleiter/Stv. nehmen den Dienstplan mit zum Sammelplatz, der Empfang die Besucherliste. Wo Abteilungen/Mitarbeiter Hilfestellung bei Evakuierungen leisten, regelt das Sicherheitshandbuch. Ich helfe, ohne mein Leben zu gefährden.

  7. Wo sind die Sammelplätze
    Gebäude ___: Sammelplatz ist ____________________________________
    Gebäude ___: Sammelplatz ist ____________________________________
    Gebäude ___: Sammelplatz ist ____________________________________

  8. Sicherheitshandbuch
    Das Handbuch ist die Handlungsgrundlage für alle sicherheitsrelevante Vorfälle im Unternehmen. Jeder Mitarbeiter kennt deshalb die Inhalte des Sicherheitshandbuchs, kann bei Vorfällen darauf zugreifen und bestätigt die Kenntnis mit seiner Unterschrift in der Liste des Registers 0. Dies kontrolliert der Abteilungsleiter, der im Register 7 Abteilung auch Abt.-spezifischen Dokumente ablegt.

  9. Arbeitssicherheit
    Mein Leben und Gesundheit sind mir wichtig, wie auch das meiner KollegInnen. Deshalb achte ich auf meine Sicherheit sowie die richtigen Arbeitsbedingungen und benutze vorgeschriebene Schutzausrüstungen. Mein Abteilungsleiter sorgt dafür, dass ich diese bekomme. Bei Fragen hilft mir auch eine Sicherheitsvertrauensperson.

  10. „Hochstapler“
    Instabile Regale, hohe Stuhlstapel oder andere falsch gelagerte Gegenstände können mir und anderen schweren Schaden zufügen. Missstände korrigiere ich oder veranlasse eine Änderung der Situation. Der Sicherheitsverantwortliche oder eine Sicherheitsvertrauensperson leiten so etwas auch gerne in die Wege.

  11. Erkennen eines Schlaganfalls
    Einfaches Erkennen eines Notfalls am Beispiel Schlaganfall, bei dem es auf schnelle Hilfe ankommt: Bei Verdacht auf einen Schlaganfall…
    … 1. bitte ich die Person zu lächeln;
    … 2. Bitte ich die Person, einen einfachen Satz zu sagen
           (z.B. „Es ist heute sehr schön“)
    … 3. Bitte ich die Person, die Zunge heraus zu strecken
           (ist sie gekrümmt oder windet sich von einer Seite zur anderen?)
    Gibt es hierbei Probleme, sollte unter Schilderung der Symptome sofort ein Arzt herbeigerufen werden.

  12. Sehen- machen- melden
    Sehe ich etwas, das einem Kollegen oder Besucher gefährlich werden kann (Ölfleck o.a.), beseitige ich dies umgehend. Habe ich dazu gerade nicht die Möglichkeit, verständige ich jemand, der es übernimmt. Mir ist bewusst, dass ich schlimmstenfalls sogar rechtlich belangt werden kann, wenn durch mein Nichtstun jemand zu Schaden kommt.

  13. Risiken in meinem Gewerbe
    Durch meine Umsicht und mein sicherheitsbewusstes Handeln und Mit-Denken sorge ich dafür, dass weder ich noch Kollegen oder Gäste einen Platz in der Unfallstatistik der AUVA finden. Meine Umsicht trägt auch erheblich dazu bei, Versicherungsschäden gering zu halten.

  14. Schadensmeldung
    Sollte etwas defekt sein, ein Unfall oder Missgeschick geschehen, melde ich dies umgehend meinem Abteilungsleiter. Mit Fotos dokumentiere ich den Vorfall und übergebe dies dem Sicherheitsverantwortlichen/der Technik zur weiteren Bearbeitung.
    Ich melde Schäden selbst und warte nicht darauf, „erwischt“ zu werden.

  15. Alkohol/Drogen
    Ich habe keine verbotenen Substanzen in mir, wenn ich die Arbeit beginne, auch keinen Restalkohol. Benötige ich Medikamente, die meine Arbeit beeinträchtigen können, melde ich dies umgehend dem Abteilungsleiter oder Personalbüro.
    Drogenkonsum ist mir als Mitarbeiter grundsätzlich untersagt, während der Arbeitszeit halte ich mich an das Alkoholverbot.

  16. Datenschutz / Passwörter
    Papiere/Daten bewahre ich so auf, dass Unbefugte keinen Zugriff darauf erhalten. Verlasse ich meinen Arbeitsplatz, schließe ich solche Daten weg.
    TIPP: Sichere Passwörter
    Ich verwende einen immer gleichen Begriff für jedes Passwort mit Groß-/Kleinschreibung, ergänze mit einem Sonderzeichen an einer beliebigen Stelle und einer mehrstelligen Zahl, die ich bei Änderungen anpasse. Dann setze ich z.B. den Endbuchstaben des Programms mit dazu. (Beispiel Outlook: KUrlaub0815*) So erhalte ich wechselnde, sichere aber leicht zu merkende Passwörter, da das Schema bleibt.

  17. Unfallmeldungen
    Personal: Alle Unfälle von Mitarbeitern sind umgehend an das Personalbüro zu melden, auch Beinaheunfälle. (Spätestens am 3. Tag nach dem Unfall)
    Besucher: Besucherunfälle werden direkt an den Sicherheitsverantwortlichen gemeldet.
    Die Formularvorlagen finden sich im Sicherheitshandbuch.

  18. Erste Hilfe
    Ersthelferlisten und Notrufnummern finden sich bei den Erste-Hilfe-Kästen und beim Sicherheitsverantwortlichen unter Tel. ____.
    Ich helfe im Rahmen meiner Möglichkeiten, denn jede Hilfe ist besser, als nichts zu tun. Zumindest kann ich sofort Hilfe herbeirufen und einen Unfallort absichern, bis weitere Hilfe eintrifft.
    Ich erkundige mich im Vorfeld nach dem nächsten Erste Hilfe Kasten und weiß, wo ein Defibrillator verfügbar ist.

  19. Zahlungsverkehr
    Bargeldauszahlungen gegen Scheck sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
    Bei Zahlungsvorgängen nicht von Kunden/Besuchern nervös machen lassen. Es könnte sich um einen Betrugsversuch handeln.
    Ein neues System hilft gegen gestohlene Karten. Wird eine in ein POS-Terminal gesteckt, bekommt die nächstgelegene Polizeidienststelle automatisch einen Alarm und ist innerhalb weniger Minuten vor Ort.
    Wird versuchter Betrug vermutet, sofort den Sicherheitsverantwortlichen unter Tel. ____ informieren.

  20. Kreditkartenbetrug
    Eines der typischen Muster für Kreditkartenbetrug: Überzahlung eines Kaufs/einer Buchung mit Karte und die Aufforderung, den überzähligen Betrag an eine ausländische Kontonummer zu überweisen, oft auch über Western Union.
    Die Kreditkartenzahlung platzt, der überwiesene Betrag ist auch weg.
    TIPP: für Internetzahlungen oder Kurzreisen eine Prepaid-Karte, z.B. Mastercard Red verwenden. Wird die Karte gestohlen oder die Nummer ausgeforscht, verliert man im schlimmsten Fall den aufgebuchten Betrag. Diese Karten können (ohne Schufa, da Prepaid), in verschiedenen Banken direkt mitgenommen oder bestellt werden. Aufladung erfolgt gleich dort oder per Überweisung.
    Wird Betrug vermutet, sofort Sicherheitsverantwortlichen unter Tel. ____ informieren.

  21. Aggressive Mitmenschen
    Der Kunde ist König. Er zahlt die Rechnung, ist aber nicht immer nett. In der Regel meint mein Gegenüber nicht mich, er hadert mit einer Situation. Kommt mir jemand körperlich zu nah, kann das unangenehm sein, ich korrigiere den Abstand. Wird mein Gegenüber persönlich und verletzend, zeige ich ihm höflich die Grenzen auf. Bei großer Aggressivität ziehe ich mich zurück und erbitte Hilfe der Sicherheit.
    Jeder hat ein Anrecht auf menschliche Behandlung – Gäste wie Mitarbeiter.

  22. Handtaschen / Wertsachen in der Arbeit
    Wertvolle Privatgegenstände lasse ich zu Hause. Handy, Brieftasche oder Handtasche deponiere ich wie meine Privatkleidung im Spind. Habe ich keinen, sind diese Dinge im Auto besser aufgehoben als da, wo man mir sie wegnehmen kann.

  23. Parken / Kfz-Daten
    Bei Arbeitsaufnahme hinterlasse ich beim Sicherheitsverantwortlichen meine Kfz-Daten, Name, Abteilung und eine Handynummer, damit ich bei Problemen mit einem Kfz direkt verständigt werden kann. Ändern sich die Daten, gebe ich dies bekannt.
    Ich halte mich an zugewiesene Parkplätze und beachte die Verkehrssituation am Firmengelände, damit ich niemanden gefährde.

  24. Umgang mit Kollegen
    Ich pflege einen freundlichen, aufgeschlossenen Umgangston mit meinen Kollegen und bin um Teamwork bemüht. Wie für eine gute Service-Kultur stehe ich mit meinem Verhalten so auch stets für ein gutes Miteinander und gegenseitigen Respekt.

  25. Schlüsselverwaltung
    Schlüssel, Karten oder Chips für das Schließsystem behandle ich pfleglich und verhindere missbräuchliche Verwendung, damit ich bei Vorfällen nicht als Verursacher verantworlich gemacht werde.

  26. Umgang mit Türen
    Türen zu sensiblen Bereichen dürfen nicht mit Hilfsmitteln offengehalten werden. Brandschutztüren dürfen auch nicht verstellt werden.
    Ich öffne keinem Unbekannten einen Raum, ohne mich von der Rechtmäßigkeit des Zugangs zu überzeugen. Dieser Umstand für den Anderen zeigt ihm mein Bewusstsein für seine und unsere Sicherheit und Standards.

  27. Geschwindigkeitsbegrenzung  / Glatteis
    Ich achte im Firmenareal auf Tempolimits.
    Mein Fahrzeug ist verkehrssicher, die Straße nicht immer. Bei Glatteis und Schnee können auch vermeintlich niedrige Geschwindigkeiten zu viel sein.
    Auf dem Firmengelände sind Menschen unterwegs. Ich passe stets meine Fahrweise an und gefährde niemanden.

  28. Brandschutz  Personalunterkunft
    Die Personal-Unterkunft ist mein temporäres Zuhause, das ich pfleglich behandle. Die Vorschriften zum Brandschutz befolge ich (keine offenen Flammen, nicht kochen,…). Die Brandmelder dienen meinem Schutz und dem meiner Mitbewohner, sollte ich einen Fehler begehen. Ich darf die Melder deshalb nicht manipulieren.

  29. Kunstgegenstände
    Kunst/Wertgegenstände sind schützenswert und ich achte darauf. Unregelmäßigkeiten/Beschädigungen melde ich dem Sicherheitsverantwortlichen.

  30. Unstimmigkeiten mit Kollegen/Besuchern/Situationen
    Wo ich auch bin können Situationen eintreten, in denen ich mich unwohl fühle. Ob das die Arbeit mit Kollegen betrifft, wo etwas nicht stimmt, den Umgang mit Besuchern oder unsichere Arbeitsbedingungen. In solchen Fällen kann ich mich jederzeit auch zu einem 4-Augen-Gespräch mit dem Sicherheitsverantwortlichen oder einer Sicherheitsvertrauensperson treffen.

  31. Brandschutztüren verstellen / Fluchtwege verstellen
    Ich weiß, dass nicht das Feuer, sondern in erster Linie der Rauch bei einem Brand gefährlich ist. Deshalb sorge ich im eigenen Interesse dafür, dass die Brandschutztüren in meinem Arbeitsbereich und auch die Fluchtwege frei sind, da ich sonst in einem verrauchten Bereich den Ausgang evtl. nicht rechtzeitig finde.
    Faustregel: 3 tiefe Atemzüge im Rauch = bewußtlos, wenig später leblos.


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