Sicher unterwegs
Es gibt einige Tipps und Tricks, die helfen, wenn man gerade Abends unterwegs ist.

Riskante Situationen
So dumm es klingen mag: die beste Methode gegen riskante Situationen ist, nicht dort zu sein.
Stelle ich mich beim Fußball in eine Fankurve und schreie für den Gegner, ist Ärger vorprogrammiert und ich darf mich darüber nciht wundern, mit einer dicken Nase nach Hause zu kommen.
Gehe ich Abends aus und dränge mich durch eine Gruppe Betrunkener, anstatt die Strassenseite zu wechseln, wird es mir nicht anders ergehen.
Die Beispiele könnten beliebig fortgeführt werden. Das gesunde "Bauchgefühl" funktioniert am besten, wenn nicht zu viel Alkohol im Spiel ist. Man erkennt Risiken leichter und früher und ist meist in der Lage, rechtzeitig die Location zu wechseln.

Bei Verfolgung
Fühlt man sich belästigt oder verfolgt, kann man sich der Situation stellen oder sich absetzen. Gut ist es jin jedem Fall, wenn man dabei in die Nähe anderer Personen kommt.
Stellen: Spricht man den potentiellen Verfolger an, ist es wichtig, dies laut und vernehmlich zu tun, damit andere Peronen aufmerksam werden. Ebenfalls wichtig: beim SIE in der Ansprache bleiben, damit Zuhörern klar wird, dass es sich nicht um einen Streit zwischen Bekannten oder Partnern handelt (Was wollen Sie von mir? Warum verfolgen sie mich? Lassen sie mich in Ruhe).
Bitten Sie gezielt Umstehende um Hilfe: "Sie mit der Roten Jacke und der Brille, rufen Sie bitte sofort die Polizei, ich werde belästigt..." o.ä.

Bei Übergriffen
Die Reaktion auf einen direkten Angriff ist nicht nur von der körperlichen Verfassung des/der Angegriffenen abhängig. Auch Kampfsportler mit jahrelangem Training können unfähig sein, auf einen Angriff konsequent zu reagieren, wenn sie mental nicht dazu bereit sind oder überrascht werden.
Bei aller Gelassenheit ist die Einstellung zum Kampf wichtig, wie ein Meister einmal einem Schüller antwortete, der ihn fragte, warum er ihn den Kampf lehrt und den Frieden predigt: "Es ist besser, ein Krieger in einem Garten. zu sein, als ein Gärtner in einem Krieg".

Wichtig: Ein selbstbewusstes Auftreten (nicht "duckmäuserisch") hilft, gar nicht erst als Opfertyp angesehen zu werden, bei dem sich ein Übergriff lohnt. Ein potentieller Täter nimmt in der Regel den Weg des geringeren Widerstandes.
(Siehe auch Mittel zur Selbstverteidigung unten)

Mit dem Taxi nach Hause
Mit dem Taxi zu Hause angekommen, kann man den Fahrer bitten, zu warten, bis man im Haus ist.
Ist der Eingang uneinsehbar, ruhig den Fahrer bitten, mit zur Haustür zu kommen.

Ankunft zu Hause
Vor Ankunft an der Haustür nimmt man bereits den richtigen Schlüssel in die Hand, damit an der Tür keine längeren Wartezeiten entstehen, die unentschlossenen Tätern eine Entscheidungshilfe bieten.
Der Hausschlüssel sollte, um ihn im Dunkeln ertasten zu können, mit einem RIng o.ä. gekennzeichnet sein.

Mittel zur Selbstverteidigung
Es gibt in Shops diverses Zubehör für die Selbstverteidigung.
Die meisten haben eines gemeinsam: Nach dem Einsatz von Stock, Strom, Gas oder ähnlichem muss ich mich auf jeden Fall wegen Körperverletzung verantworten. Es besteht immer das Risiko, dass ich eine Situation falsch einschätze, damit keine Notwehr- oder Nothilfesituation vorliegt und ich mich somit strafbar mache.

Die Kriminalprävention empfiehlt ein Schrillalarm-Gerät, das es von verschiedenen Herstellern gibt. Es handelt sich um eine Art Spraydose, bei der man einen Taster drückt oder ein batteriebetriebenes Gerät mit einem Stecker. Wird dieser gezogen, gibt das Gerät ein Blitzlicht ab und erzeugt einen ohrenbetäubenden Lärm von ca. 130dB.
Auch wenn man dann evtl. selbst eine viertel Stunde nichts mehr hört - der Angreifer kann das Gerät nicht einfach deaktivieren und wird so in seinem Vorhaben gestört.

Egal was man an körperlichen oder technischen Mitteln einsetzt - das Ziel ist es, mit der am geringsten notwendigen Maßnahme aus einem rechtswidrigen Angriff / einer Notwehr-Situation heraus und weg zu kommen. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer dementsprechend handelt, bleibt auch innerhalb des Notwehrparagraphen des jeweiligen Strafgesetzbuchs.